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SPD Saarpfalz

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Über mich

Seit 2019 bin ich Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes. Damit gestalte ich gemeinsam mit ganz vielen Menschen im Land die Zukunft unserer Schulen, Kitas und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Und gleichzeitig ermögliche ich Kulturschaffenden für uns alle ein vielfältiges Angebot toller Veranstaltungen und Ausstellungen im Land. Welche Schwerpunkte ich in meiner Arbeit weiter vorantreiben will, schreibe ich hier.

 

Als eine der beiden Vorsitzenden setze ich mich für die SPD im Saarpfalzkreis ein. Außerdem bin ich in vielen Vereinen und Organisationen Mitglied: Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Ver.di, Arbeiterwohlfahrt, Partnerschaftsverein Gersheim-Bazancourt e.V., Europa Union Saar, VDK, Alumni-Verein der Trierer Politikwissenschaft e.V., Verein Erlebnisbergwerk Velsen e.V., Kulturstammtisch Blieskastel e.V., Fördermitglied beim Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V., einzig.ART.ich. e.V.

 

Beruflich bedingt bin ich auch Mitglied in diversen Aufsichtsgremien und Versammlungen:

Vorsitzende des Aufsichtsrates des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Vorsitzende des Aufsichtsrates des Saarländischen Staatstheaters, Vorsitzende des Kuratorium der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Mitglied der Verbandsversammlung des Zweckverbandes des Historischen Museums Saar.

Kindheit in Dorf-im-Warndt und Leben im Bliesgau

Geboren bin ich am 28. April 1980 in Saarbrücken. Die ersten Lebensjahre wuchs ich in einer Bergmanssiedlung in Dorf im Warndt auf. Mein Papa arbeitete dort unter Tage auf der Grube Warndt. Eine Zeit, die mich bis heute sehr geprägt hat. Unter Tage und in Nachtschicht arbeiten, so hab ich es erlebt.

Im Jahr 1984 kauften sich meine Eltern ein Häuschen im Bliesgau. Mein Papa ist jeden Abend um kurz nach 20 Uhr mit dem Grubenbus zur Arbeit gefahren. Morgens kurz bevor es für mich in die Schule ging, war er wieder zu Hause. Und nicht selten hat er mir eine Brezel oder einen Weck aus der Kaffeküch‘ mitgebracht. Und während er tagsüber schlief, kümmert sich meine Mama um uns. Aber sehr schnell ging auch sie wieder arbeiten als Verkäufern im Bereich Nähmaschinen. Meine Eltern haben mich darin bestärkt, selbstständig zu sein, aber auch das Miteinander in der Familie, mit Freunden und im Verein zu leben. 

Besucht habe ich dann auch die Gesamtschule in Gersheim. In knapp 5 Minuten vom Kinderzimmer im Unterricht zu sitzen, das hab ich als Langschläferin sehr geschätzt. Aber was mich noch mehr geprägt hat, waren Werte der Solidarität und des Miteinanders, die in dieser Schulform ganz oben auf der Agenda standen.

Ein echtes Dorfkind

Inzwischen lebe ich seit 38 Jahren in der Gemeinde Gersheim. Ich bin also ein echtes Dorfkind: Mit meinen beiden Kindern und meinem Ehemann genieße ich das Leben in der Natur sehr. Die Nähe und das Miteinander im Dorf schätze ich. Es prägt mich. Das Engagement der Menschen für ihre Region, ihre Heimat, ist das, was das Leben auf dem Land für mich entscheidend ausmacht. Die Biosphäre Bliesgau ist für mich ein Ort, der Natur, Menschen und kulturelles Leben wunderbar in Einklang bringt. Eine Region, wo andere Urlaub machen, darf ich mein Zuhause nennen.

Und wenn es mein Job zulässt, dann bin auch sehr gerne draußen unterwegs. Die Biosphäre Bliesgau bietet soviele wunderschöne Ecken. Ob es der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim ist oder unsere wunderschönen Wälder mit Felsformationen zum Beispiel in Kirkel sind. Und gerne schaue ich mich auch im grenznahen Frankreich immer wieder um. Eintauchen ins Bitcher Land oder auch bis runter ins Elsass. Unsere Region ist einfach wunderbar. 

Beginn des politischen Engagements

Nach dem Abitur, das ich in Saarbrücken gemacht habe, entschied ich mich für ein Studium der Politikwissenschaft, der Soziologie und der Volkswirtschaftslehre. Politik war für mich in der Praxis schon relevant. Mit 17 Jahren ging ich zu den Jusos. Und schnell war mir klar: die SPD ist meine politische Heimat. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind für mich die entscheidenden Werte. Bis heute bin ich Kassiererin meines SPD-Ortsvereins, mehr als 10 Jahre war ich im Ortsrat in Gersheim-Mitte und im Gemeinderat der Gemeinde Gersheim aktiv. Gemeinsam mit vielen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben wir vor Ort das Leben der Menschen immer ein bisschen besser gemacht. Es ist schön, seine Wurzeln in der Partei vor Ort zu haben. Damit bin ich immer nah dran. Heute bin ich Vorsitzende der SPD im Saarpfalzkreis.

Deutsch-französische Freundschaft

Vive l’amitié franco-allemande.  Nous vivons l'Europe.

Schon in der 5. Klasse bin ich zum ersten Schüler*innenaustausch nach Bazancourt gefahren. Mit meiner Brieffreundin Marie bin ich bis heute befreundet. Auch im Studium hat es mich für ein Jahr nach Bordeaux an das Institut d’Etudes Politiques verschlagen. Ein Teil meiner Familie lebt auch in Frankreich. Deshalb ist Frankreich meine zweite Heimat. Mein Mann und ich erziehen unsere Kinder zweisprachig. Die Weltoffenheit und das Miteinander und der Respekt füreinander, für andere Sprachen und Kulturen, ist für mich entscheidend. Verständnis füreinander kann nur entstehen, wenn sich Menschen begegnen.

Eintritt der SPD in die Landesregierung

2012 – ein Jahr, das für mich vieles verändert hat. Gerade frisch aus der Elternzeit gekommen und mitten in einen nicht erwarteten Wahlkampf hinein gerauscht. Mit dem Bruch der Jamaika-Koalition (CDU, FDP und Grüne) im Saarland gab es plötzlich die Option, die Weichen im Saarland neu zu stellen. Es kam zur Großen Koalition im Saarland. Und damit begann für mich die Arbeit im Ministerium für Bildung und Kultur. Zunächst als Büroleiterin und später Abteilungsleiterin im Pingusson Gebäude in Saarbrücken. Ein toller Arbeitsplatz. In der Stadt und doch im Grünen und mit einer Geschichte, die aus jedem einzelnen Zentimeter jeder Wand zu erspüren ist. Im Jahr 2017 dann der Eintritt in die zweite Runde der großen Koalition. Gemeinsam mit Ulrich Commerçon als Minister für Bildung und Kultur durfte ich als Staatssekretärin die Verantwortung für die Bildung- und Kulturpolitik des Landes mit übernehmen.

Ernennung zur Ministerin

Nach dem Wechsel von Ulrich Commerçon in den Vorsitz der SPD-Fraktion im saarländischen Landtag, bin ich im September 2019 zur Ministerin für Bildung und Kultur ernannt worden. Weniger Monate später begann die Corona-Pandemie und mit ihr die große Herausforderung den Schulbetrieb im Sinne der Kinder und Jugendlichen aufrecht erhalten zu können. Bildung und Kultur sind zwei große Politikfelder, die das Leben aller Saarländerinnen und Saarländer prägen. Wir allen haben eine Meinung dazu, wie gute Bildung aussehen kann. Ich mache ich mich stark für ein Bildungssystem, das Kinder und Jugendlichen mit ihren individuellen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. Ein Bildungssystem, in dem es nicht darauf ankommt, wo jemand herkommt und wie dick der Geldbeutel der Eltern ist. Ein Bildungssystem, das junge Menschen fördert und sie auf ihrem Weg in die Zukunft begleitet. Kultur und insbesondere kulturelle Bildung ist hier ein wichtiger Pfeiler. Sie ist das verbindende Element für ein lebenswertes Saarland. Ein Land, das von freischaffenden Künstler*innen, Vereinen im Ehrenamt und den großen Kulturinstitutionen getragen wird.